Glossar Immobilienbewertung: Fachbegriffe einfach erklärt

Alle wichtigen Begriffe der Immobilienbewertung verständlich erklärt – kompakt, klar und direkt vom zertifizierten Sachverständigen Roland Weiß.


Wichtige Fachbegriffe im Überblick  

Der Verkehrswert ist der Preis, der für eine Immobilie unter normalen Marktbedingungen voraussichtlich erzielt werden kann.

Der Bodenrichtwert gibt an, wie viel ein Quadratmeter unbebautes Grundstück in einer bestimmten Lage durchschnittlich wert ist.

Der Liegenschaftszins ist der Zinssatz, mit dem der Wert des Bodens im Ertragswertverfahren verzinst wird.

Die Restnutzungsdauer beschreibt die wirtschaftlich verbleibende Nutzungszeit eines Gebäudes.

Ein Bewertungsverfahren, das den Wert einer Immobilie aus ihren zukünftigen Erträgen (Mieten) ableitet.

Ein Verfahren, das den Wert einer Immobilie anhand der Herstellungskosten und des Bodenwerts ermittelt.

Ein Verfahren, bei dem der Immobilienwert durch Vergleich mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen ähnlicher Objekte bestimmt wird.

Die Aufteilung des Kaufpreises in Bodenwert und Gebäudewert – wichtig für steuerliche Abschreibungen.

Ein Faktor, der den Sachwert an die tatsächlichen Marktverhältnisse anpasst.

Die durchschnittlichen Kosten für die Errichtung eines Gebäudes – Grundlage im Sachwertverfahren.

Der Wertverlust eines Gebäudes aufgrund seines Alters und Abnutzung.

Eine Übersicht über ortsübliche Vergleichsmieten, die zur Bewertung von Wohnraum herangezogen wird.

Die Fläche einer Wohnung, die nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) zur Wohnnutzung zählt.

Flächen, die nicht zur Wohnfläche gehören, aber genutzt werden können (z. B. Keller, Abstellräume).

Ein amtliches Dokument, das Eigentumsverhältnisse und Belastungen einer Immobilie zeigt.

Ein Plan, der Grundstücksgrenzen, Gebäude und Nachbargrundstücke zeigt – wichtig für Gutachten.

Ein Register, in dem öffentlich‑rechtliche Verpflichtungen eines Grundstücks eingetragen sind.

Ein Recht, ein Gebäude auf einem fremden Grundstück zu errichten und zu nutzen.

Der Wert, den Banken für die Kreditvergabe ansetzen – meist konservativer als der Verkehrswert.

Ein Dokument, das die energetische Qualität eines Gebäudes bewertet und klassifiziert.